Das "Rad des Werdens": Ein Rollenbild aus Nepal

 

Das nebenstehende Rollenbild stellt ein Rad des Lebens dar und wurde von mir 1987 in einem nepalesischen Basar in Katmandu erworben und ziert jetzt die Wand neben meinem Schreibtisch.

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Das Rad des Lebens ist eine häufig zu findende Darstellung für den leidhaften Kreislauf des Lebens durch die Wiedergeburten, Samsara genannt, den es nach buddhistischem Glauben zu durchbrechen gilt, um ins Nirvana eingehen zu können.

 

 

Kurzerklärung des Bildes

 

Das Rad des Lebens wird von einem Todesdämon gehalten und besteht aus vier konzentrischen Kreisringen.

Im innersten Ring werden durch Schwein, Schlange und Hahn die Triebkräfte Begierde, Hass und Dummheit dargestellt, die die Lebewesen im Wiedergeburtenkreislauf gefangen halten. Im zweiten Ring wird gezeigt, wie abhängig von dem durch gute oder schlechte Taten erzeugten Karma der Weg entweder nach oben zum Buddha oder nach unten zu den Höllenwesen geht.

Der dritte Ring stellt den Hauptteil des Lebensrades dar. Hier werden die sechs Bereiche bzw. Welten dargestellt, in denen die Lebewesen entsprechend dem im Vorleben angesammelten Karma wiedergeboren werden. Diese sind (oben) das Reich der Götter und (unten) das Höllenreich. Dazwischen finden sich die Bereiche der Titanen, der Totengeister, der Tiere und die des Menschen. Diese Welt ist die günstigste aller Welten, denn von hier aus besteht die Möglichkeit zur Erlösung durch Erkenntnis (die den Göttern in ihrer bornierten Selbstgefälligkeit vorenthalten bleibt).

Der äußere Ring stellt die so genannte Konditionalkette, die beschreibt, wie einzelne Faktoren im Lebenslauf (über drei Leben verteilt) neue Zustände bewirken. Im einzelnen sind das (von oben aus im Uhrzeigersinn): Unwissenheit - Tatabsichten - Bewusstsein - Körperlichkeit - Sechs Sinne -Berührung mit den Objekten - Empfindung - Gier - Ergreifen - Werden - Geburt - Alter und Tod

 

 

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last update: 2005-10-11