Allgemeine Informationen zum Betriebspraktikum am Kant

 

Das Betriebspraktikum für Schüler ist eine inzwischen seit über 40 Jahren bestehende, auf Spandauer (!) Initiative zurückgehende schulische Veranstaltung in Berlin, die Schülern aller Schularten, also auch denen des Gymnasiums, einen vorbereiteten, begleiteten und reflektierten Einblick in möglichst vielfältige Aspekte der Arbeitswelt geben soll. Im Vordergrund stehen daher die Erkundung von Betrieben, Arbeitsabläufen, Betriebsstrukturen sowie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Die Überprüfung der Eignung für einen bestimmten Beruf ist lediglich ein möglicher Nebeneffekt und nicht Ziel des Praktikums. Am Kant-Gymnasium wurde das Praktikum (auf meine Initiative hin und unter meiner Leitung) erstmals 1987 durchgeführt.

Die rechtliche Grundlage für ein Betriebspraktikum bilden die AV Betriebspraktikum (die Neufassung soll demnächst veröffentlicht werden) und die entsprechenden Passagen des Rahmenplanes Arbeitslehre, einsehbar auf den Seiten der Senatsschulverwaltung.

Die Teilnahme am Praktikum ist freiwillig, es wird nur auf Antrag der Klassen durchgeführt und setzt neben der Zustimmung der Eltern und der Gesamtkonferenz eine Beteiligung von mindestens 90% der Schüler der Klasse voraus. Der Antrag sollte nach ausgiebiger Information (Hierfür stehe ich nach Absprache gern Elternversammlungen zur Verfügung) zu Beginn der 9. Klasse gestellt werden, die Durchführung des Praktikums erfolgt dann am Beginn der 10. Klasse.

Die Praktikumszeit für Schüler des Kant-Gymnasium ist vierzehntägig als Blockpraktikum. Im Schuljahr 2007/08 findet das Praktikum gegenwärtig in der zweiten und dritten Woche nach den Sommerferien statt, alle 10. Klassen nehmen teil. Im kommenden Schuljahr 2008/2009 findet das Praktikum vom 8. September bis zum 19./20. September statt. In dieser Zeit sind die Teilnehmer von allen unterrichtlichen Verpflichtungen und Aktivitäten (auch z.B. Wander- oder Projekttagen) befreit. Stattdessen halten sie sich bis zu sechs Arbeitsstunden (plus Pausenzeiten) in ihrem Praktikumsbetrieb auf und arbeiten bzw. hospitieren dort unter fachkundiger Anleitung.

Geeignete Praktikumsbetriebe, die über eine Ausbildungsberechtigung verfügen sollten und Gewähr bieten, dass alle Bestimmungen, insbesondere die des Jugendschutzes, eingehalten werden, werden grundsätzlich von den betreuenden Lehrern ausgewählt und zugeteilt, auf Wünsche der Teilnehmer kann und wird dabei selbstverständlich im Rahmen der Möglichkeiten eingegangen. Ungeeignet sind z.B. Betriebe, in denen die eigenen Eltern oder Verwandte das Praktikum betreuen sowie Betriebe, in denen weniger als drei Beschäftigte tätig sind. Ein Anspruch auf einen bestimmten Praktikumsplatz besteht grundsätzlich nicht. Aufgrund jahrelanger, erfolgreicher Arbeit vieler Kollegen, insbesondere der seinerzeit zuständigen Fachberaterin Frau Wenzel sowie der bis zum letzten Schuljahr tätigen, nun aber infolge einer Umstrukturierung seitens der Senatsschulverwaltung abgewickelten Fachberatung von Herrn Grammel (BBO) und Herrn Selig (Stein) stehen in Spandau für das Praktikum über 500 in einer nun leider nur noch schulintern aktualisierten und erweiterten Liste erfasste Betriebe zur Verfügung, die stets Praktikanten aufnehmen und eine sinnvolle und erfolgreiche Durchführung des Praktikums garantieren.

Die organisatorische und inhaltliche Vorbereitung des Praktikums stellt auch am Kant-Gymnasium, wie am Gymnasium überhaupt, das Hauptproblem dar, da hier im Gegensatz zu allen anderen Schultypen das Betriebspraktikum nicht in das Fach "Arbeitslehre" eingebettet ist. Ich halte es daher für sinnvoll und eigentlich auch notwendig, im zweiten Halbjahr der 9. Klasse eine für die Teilnehmer verbindliche Arbeitsgemeinschaft einzurichten, in der sowohl anfallende organisatorische Fragen geklärt werden als auch insbesondere inhaltliche Vorbereitung geleistet werden kann.

Während der Durchführung des Praktikums arbeiten die Schüler unter Anleitung bis zu sechs Stunden  im Praktikumsbetrieb, führen über ihre Tätigkeiten ein Berichtsheft und bemühen sich um die Beantwortung zuvor erarbeiteter Fragestellungen, z.B. Betriebsstrukturen, Berufsbilder usw. betreffend. Sie werden vom betreuenden Lehrer, der für diese Zeit ebenfalls vom Unterricht freigestellt ist, mindestens einmal (Ausführungsvorschrift, wünschenswert ist öfter!) pro Woche an ihrem Praktikumsplatz besucht, dadurch wird auch der wichtige Kontakt zwischen Schule und Betrieben gepflegt. Selbstverständlich sind alle Teilnehmer am Praktikum unfall- und haftpflichtversichert, mit den Betrieben werden Verträge geschlossen, die sog. "Vereinbarungen", die die Durchführung des Praktikums im Detail regeln und die notwendigen rechtlichen Grundlagen legen. (Formular unter DOWNLOADS)

Die Arbeit im Praktikum wird in einem Berichtsheft festgehalten. Die Nachbereitung des Praktikums sollte aber darüber hinaus den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer sowie eine umfangreiche Dokumentation, zumeist als erweitertes Berichtsheft (Arbeitsbogen mit Hinweisen unter DOWNLOADS) mit einem Umfang von ca. 20 Seiten, beinhalten. Alternative Dokumentations- und Präsentationsformen, wie z.B. eine Wandzeitung, Website oder  computerunterstützte Präsentation (besonders geeignet als Übung zur Vorbereitung der Präsentationsprüfung im MSA!) sind nach Absprache ebenso möglich. Die Teilnahme am Praktikum wird auf dem Zeugnis bescheinigt.

Langjährige Erfahrungen zeigen, dass das Betriebspraktikum von den Teilnehmern auch im Nachhinein überwiegend positiv bewertet wird, inzwischen gehen am Kant-Gymnasium die 10. Jahrgänge fast jedes Jahr geschlossen ins Praktikum. Häufig beobachtetes Ergebnis ist ein durch den "Realitätsschock" bewirkter Motivationsschub zu gesteigerter schulischer Aktivität, aber gelegentlich auch die Feststellung, dass ein Einstieg in das Berufsleben (z.B. nach dem Mittleren Schulabschluss) eine durchaus sinnvolle Alternative zum weiteren Schulbesuch darstellen kann.

Für weitere Informationen stehe ich gern den Klassen, Klassenelternversammlungen sowie allen interessierten Kollegen persönlich nach Absprach oder jederzeit per Email zur Verfügung.

 

 

 

Der Elternabend-Vortrag 

( Folien der Elterninformationsabende September 2008 )

 

Hier die Folien des an den Elternabenden gehaltene Power-Point-Vortrag zum Nachvollziehen.

Zum Wechseln der Folien bitte auf die Pfeile unten links bzw. untern rechts klicken.

Die Textversion des Vortrags, die auch an den Elternabenden verteilt wurde, steht als PDF-Datei zum Download bereit.

 

Download hier:

 

 

 

 

>>  KANT-GYMNASIUM  >>  BETRIEBSPRAKTIKUM

last update: 2007-09-09